Kriegsverbrechen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild Das Massaker von Mỹ Lai (Son My)

 

Die Kriegsverbrechen der USA

 

Mehrere SS-Männer wurden im Konzentrationslager Dachau kurz nach der Befreiung von aufgebrachten US-Soldaten erschossen.

Das Massaker von Canicattì (Juli 1943): Mindestens sechs italienische Zivilisten wurden auf Anordnung von Lieutenant Colonel McCaffrey umgebracht. Die daraufhin eingeleitete, geheime Ermittlung führte zu keiner Bestrafung McCaffreys. Weiterhin blieb der Vorfall lange Zeit unbekannt, bis Joseph S. Salemi von der New York University einen Artikel über das Thema publizierte (siehe Dachau-Massaker).

 

Das Biscari-Massaker: Im Juli und August 1943 wurden von US-Truppen 76 unbewaffnete Kriegsgefangene (zwei Deutsche, 74 Italiener) getötet.

 

Operation Teardrop: Acht von den überlebenden, gefangengenommenen Besatzungsmitgliedern des versenkten deutschen U-Bootes U 546 wurden vom US-Militärpersonal gefoltert. Der US-Historiker Philip K. Lundeberg schrieb, dass die Züchtigung und Folter der Überlebenden der U 546 eine einmalige Gewalttat war, mit dem Hintergrund, möglichst schnell Informationen über mögliche Raketenangriffe auf US-amerikanischen Boden von Seiten deutscher U-Boote zu erlangen.

 

Operation Overlord 1944: Nach Forschungen von Antony Beevor (veröffentlicht 2010), der mehrere Augenzeugenberichte brachte, begingen US-Soldaten, wie auch Kanadier und Briten, eine Reihe von Kriegsverbrechen, insbesondere die Erschießung deutscher Kriegsgefangener. Teils sei dies auf die Härte der Kämpfe zurückzuführen; unter anderem handelte es sich um Angehörige der 82. und 101. Luftlandedivision.

 

Ardennenoffensive: Nach dem Malmedy-Massaker wurde ein schriftlicher Befehl des Hauptquartiers des 328. Infanterie-Regimentes, datiert auf den 21. Dezember 1944, gefunden, welcher angab, keine SS-Truppen oder Fallschirmjäger als Gefangene zu nehmen, sondern sie bei Sichtkontakt sofort zu erschießen.

 

Kämpfe im Reichsgebiet 1945: Als Major-General Raymond Hufft (U.S. Army) 1945 den Rhein überquerte, befahl er seinen Truppen, keine Gefangenen zu nehmen. Nach dem Krieg, als er über die von ihm autorisierten Kriegsverbrechen nachdachte, gab er zu, dass „wenn die Deutschen gewonnen hätten, wäre ich in Nürnberg angeklagt worden, anstelle von ihnen“. Stephen Ambrose gab dazu an: „Ich habe weit über 1000 Veteranen befragt. Nur einer davon sagte, dass er einen Gefangenen erschoss […]. Vielleicht ein Drittel der Veteranen […] konnte sich jedoch an Vorfälle erinnern, wo sie sahen, wie andere GIs unbewaffnete deutsche Gefangene mit erhobenen Händen erschossen.“

 

Der Historiker Klaus-Dietmar Henke ermittelte durch die Auswertung diverser Quellen (Veteranen- und Verbandsschrifttum, vorliegende Publikationen, lokales Schrifttum und Aktenmaterial; letztere beiden Quellenmaterialien allerdings nur für Süddeutschland) „92 lokale Anhaltspunkte in Deutschland, wo – bei allem prinzipiellen Vorbehalt – amerikanische Kriegsverbrechen an deutschen Soldaten geschehen sein könnten.“

 

Als Beispiel, das er verifizieren habe können, verweist Henke auf die Tötung von möglicherweise 20 kriegsgefangenen SS-Soldaten in der Gemeinde Jungholzhausen (Landkreis Schwäbisch Hall) am 15./16. April 1945. Vermehrt seien solche Kriegsverbrechen dort aufgetreten, wo die Amerikaner noch Verluste in den letzten Kriegstagen hinnehmen hätten müssen – „wie zwischen Main, Neckar und Jagst.“

 

Der US-amerikanische Historiker Justin Michael Harris, der in seiner online einsehbaren Arbeit den Motiven von Gefangenentötung durch US-Soldaten in Europa 1943 bis 1945 nachgeht, hat vor allem aus der amerikanischen Veteranenliteratur eine Anzahl von Fällen eruiert, bei denen einzelne Angehörige der Wehrmacht und der Waffen-SS, aber auch ganze Gruppen nach ihrer Gefangennahme aus unterschiedlichen Gründen getötet wurden; dabei werden die Einheiten, denen die Täter angehörten, ausnahmslos genannt. Henke urteilt insgesamt zur Forschungslage: „Die [US] Army selbst ist Hinweisen und Gerüchten dazu offenbar weder 1945 noch später nachgegangen, so daß dieses düstere Kapitel wohl nie zweifelsfrei geklärt und der Aura eines zwielichtigen Lieblingsthemas apologetischer Autoren entkleidet werden kann.“ (S. 926).

 

Im amerikanisch besetzten Bayern kam es nach dem Einmarsch zu zahlreichen Fällen von sexueller Gewalt. Die Historikerin Miriam Gebhardt verweist auf 540 Einmarschberichte der katholischen Pfarrer der Erzdiözese München-Freising. Diese Berichte belegen drastisch, dass 1945 in fast jedem Dorf Vergewaltigungen stattfanden. Zum besetzten Gebiet Bayern

 

Im Massaker von Lippach wurden 36 frisch eingezogene Rekruten der Waffen-SS von Soldaten der US Army ermordet.

 

In Vietnam

 

Das Massaker von Mỹ Lai (Son My) war ein Kriegsverbrechen US-amerikanischer Soldaten in Südvietnam, das 1968 während des Vietnamkrieges in dem Gemeindeteil Mỹ Lai des Dorfs Sơn Mỹ, genannt My Lai 4, begangen wurde. Das Massaker an 504 Zivilisten wurde von der US-Armee zunächst vertuscht. Erst durch Recherchen des investigativen Journalisten Seymour Hersh gelangte das Geschehen an die Öffentlichkeit, wobei die Veröffentlichung der Reportage zunächst für etwa ein Jahr von sämtlichen Medien abgelehnt worden war. Hersh erhielt 1970 den Pulitzer-Preis, die Veröffentlichung hatte großen Einfluss auf die öffentliche Meinung zum Vietnamkrieg in den USA.

 

Chemische Kriegführung (Vietnamkrieg)

Eine UC-123B versprüht Agent Orange (1962)

Seit den 1950er-Jahren hatten US-Militärlabors in Fort Detrick mit Herbiziden experimentiert, die im Zweiten Weltkrieg als Chemiewaffen entwickelt und danach kommerziell genutzt worden waren, und ihre Wirkung in der Natur für militärische Zwecke getestet. Seit 1959 wurden diese Mittel in Südvietnam getestet. Aufgrund der Erfolgsberichte darüber machte US-Präsident Kennedy diese Stoffe 1961 zum zentralen Bestandteil einer flexiblen, innovativen Counterinsurgency-Strategie und ordnete ihren Einsatz in Vietnam persönlich an. Dabei nutzte die US-Regierung eine Lücke im Genfer Protokoll von 1925 aus, das Krieg mit Chemiewaffen nur gegen Menschen, aber nicht gegen Pflanzen verbot.[97] Um den Großbestellungen der US-Armee nachkommen zu können, ließen die Hersteller Dow Chemical und Monsanto die Synthese der Ausgangsstoffe bei höherer Temperatur ablaufen, wodurch der Dioxin-Gehalt anstieg.

 

 

Im Juli 1961 trafen die ersten Lieferungen unter Kodenamen wie Agent Orange, Agent Blue, Agent Purple und Agent White in Südvietnam ein. Im Januar 1962 begann die Operation Ranch Hand („Farmgehilfe“): Dabei versprühten die US-Air Force und die ARVN in Vietnam und den Grenzgebieten von Laos und Kambodscha systematisch solche dioxinhaltigen Herbizide. Diese entlaubten den Dschungel, um Straßen, Wasserwege und Grenzgebiete zu entblößen, Ernten zu vernichten und so den NLF-Kämpfern Schutz, Hinterhalte, Nahrung und sozialen Rückhalt zu entziehen. Unter Johnson wurde daraus ab 1965 das historisch größte Programm chemischer Kriegführung: Dabei versprühten die USA bis 1971 etwa 20 Millionen Gallonen (80 Millionen Liter) der mit Dioxin verunreinigten Herbizide. 1971 wurde der Einsatz dieser Mittel gestoppt.

 

Irak

Als Haditha-Massaker wird ein Massaker an der Zivilbevölkerung in der irakischen Stadt Haditha bezeichnet, das Angehörige der Streitkräfte der Vereinigten Staaten am 19. November 2005 begingen. Im Zuge einer vorsätzlichen Vergeltungsaktion für den Tod eines Kameraden töteten Soldaten des United States Marine Corps 24 irakische Zivilisten, darunter auch Kinder, mittels Gewehrfeuer oder durch Handgranaten.

 

Wikileaks

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Afghanistan

http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-amnesty-international-beschuldigt-usa-der-kriegsverbrechen-a-985403.html

 

Washington/Kabul - Neben Soldaten und Kämpfern sind auch Tausende Zivilisten seit 2001 im Afghanistan-Krieg getötet worden. Oft war ihr Schicksal jedoch nur eine Randnotiz in den blutigen Auseinandersetzungen zwischen der US-Armee und bewaffneten Islamisten. Nun berichtet Amnesty International in einem Bericht von zehn Fällen mit über 140 getöteten Zivilisten - darunter mehr als 50 Kinder und schwangere Frauen. Der Vorwurf: "Selbst offensichtliche Hinweise auf Kriegsverbrechen wurden ignoriert und die Täter nicht zur Rechenschaft gezogen", sagte die Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland, Selmin Çaliskan.

 

 

 

"Ich habe dieselben Grausamkeiten begangen wie Tausende andere Soldaten: Ich habe an Operationen in 'Feuer-Frei-Zonen' teilgenommen ... Maschinengewehre auf Befehl in ,Search and Destroy'-Aktionen gegen Menschen eingesetzt ... Dörfer niedergebrannt ... All das wider die Gesetze der Kriegsführung, wider die Genfer Konvention...als Teil der offiziellen Regierungspolitik." Kerry 1971 in einer Fernsehinterview ..John Forbes Kerry. 42 Jahre nach der Selbstbezichtigung als Komplize von Kriegsverbrechen dient Kerry, US-Senator von 1985 bis 1. Februar 2013, als Außenminister der USA.

Alles was sie über die USA wissen sollten.

Die Welt